Metta-Meditation in Berlin: die Meditation der liebenden Güte

Die Metta-Meditation in Berlin bieten wir im Lotos-Vihara in Berlin-Mitte jeden Mittwoch als offenen Übungsabend an – vor Ort oder per Zoom. Metta bezeichnet die liebende Güte: eine bedingungslose Liebe, die keine Vorbedingungen an ihr Gegenüber knüpft. Diese Qualität des Herzens tragen wir alle in uns, auch wenn sie uns im Alltag manchmal verschlossen bleibt. In der Gruppe erschließt du dir gemeinsam mit anderen verschiedene Zugänge zu dieser inneren Haltung.

Was ist Metta? Liebende Güte als Qualität des Herzens

Metta ist einer der zentralen Werte der buddhistischen Praxis und zugleich eine sehr menschliche Erfahrung: das Gefühl von Wohlwollen, das keinen Unterschied macht zwischen nah und fern, vertraut und fremd. Anders als romantische oder besitzergreifende Liebe verlangt Metta nichts zurück. Sie beginnt oft bei dir selbst – im freundlichen Blick auf die eigenen Schwächen – und weitet sich von dort auf nahestehende Menschen, auf Unbekannte und schließlich auf alle Wesen aus.

Diese Haltung lässt sich üben. Durch Wiederholung wird sie zu einer Fähigkeit, auf die du auch in schwierigen Momenten des Alltags zurückgreifen kannst – im Umgang mit dir selbst ebenso wie im Kontakt mit anderen Menschen.

Samatha, Vipassana und Metta – wie die drei zusammenwirken

Im Lotos-Vihara begegnen sich verschiedene Übungswege, die einander ergänzen. Die Samatha- (Ruhe-)Meditation beruhigt und sammelt den Geist. Die Vipassana- (Einsichts-)Meditation schärft die klare Wahrnehmung dessen, was gerade ist. Die Metta-Meditation wiederum öffnet das Herz. Erst die Ruhe der Samatha-Praxis und die Klarheit der Vipassana-Praxis lassen die Herzensqualität von Metta ohne Anstrengung wachsen – umgekehrt trägt ein offenes Herz auch Konzentration und Einsicht. Mehr zu den einzelnen Übungswegen findest du in der Übersicht der Meditationsformen im Lotos-Vihara.

Der Metta-Übungsabend im Lotos-Vihara

Der Übungsabend ist offen gestaltet: Er verbindet angeleitete Meditation mit Zeit für Austausch. Du brauchst keine Vorerfahrung und keine bestimmte Weltanschauung, um teilzunehmen – Neugier und die Bereitschaft, dich auf die Übung einzulassen, genügen.

Angeleitete Kontemplationen und Austausch

In den angeleiteten Kontemplationen richten wir den Blick auf die Bedingungen unseres Fühlens und Handelns: Was lässt unser Herz sich öffnen, was lässt es sich verschließen? Im Anschluss pflegen wir einen offenen und respektvollen Austausch über das Erleben in der Meditation und im Alltag. Dieser Austausch ist fester Bestandteil des Abends und gibt Raum, Erfahrungen zu teilen oder einfach zuzuhören.

Wer sich mit dem Ursprung der Praxis beschäftigen möchte, findet den grundlegenden Text dazu, das Metta-Sutta, in unserem Bereich Texte und Downloads.

Für wen ist die Metta-Meditation geeignet?

Der Übungsabend richtet sich an alle, die einen wohlwollenderen Umgang mit sich selbst und anderen entwickeln möchten – unabhängig von Alter oder Vorwissen. Wenn du zum ersten Mal meditierst, findest du hier einen sanften, gut begleiteten Einstieg; einen ersten Überblick gibt dir unsere Seite für Einsteiger:innen. Wenn du bereits länger übst, bietet dir Metta eine Vertiefung, die über die reine Sitzpraxis hinausgeht und sich auf Beziehungen, Beruf und Alltag auswirkt.

Viele finden über Themen wie Stress, Selbstkritik oder das Bedürfnis nach mehr Verbundenheit zur Metta-Praxis. Andere kommen aus einer bereits bestehenden Meditationspraxis und möchten die Herzensqualität gezielt vertiefen. Beides hat im Übungsabend seinen Platz.

Wirkung: Verbundenheit mit sich selbst und allen Wesen

Durch die Metta-Praxis stärkst du die direkte Verbindung zu dir selbst und zu allen anderen Wesen. Das zeigt sich nicht als plötzliche Veränderung, sondern als allmähliche Verschiebung: ein milderer innerer Ton, mehr Geduld im Kontakt mit anderen, eine Offenheit, die auch schwierige Gefühle mit einschließt, statt sie abzuwehren.

Die Metta-Meditation ist damit keine Entspannungstechnik im engeren Sinne, auch wenn Entspannung häufig eine Begleiterscheinung ist. Sie unterscheidet sich auch von säkularen Selbstmitgefühls-Kursen: Im Lotos-Vihara ist die Praxis eingebettet in den größeren Rahmen buddhistischer Übung – offen für alle, die daran teilhaben möchten, ohne dass ein bestimmtes Bekenntnis vorausgesetzt wird.

Termine, Uhrzeit und Teilnahme (mittwochs, vor Ort & per Zoom)

Die Metta-Meditation findet jeden Mittwoch von 18 bis 20 Uhr statt. Du kannst wahlweise vor Ort im Lotos-Vihara teilnehmen oder dich per Zoom dazuschalten. Die Zugangsdaten für die Online-Teilnahme sowie Hinweise zur Spende (Dana) findest du weiter unten im Klappmenü dieser Seite.

Anfahrt: Meditation in Berlin-Mitte

Das Lotos-Vihara liegt in Berlin-Mitte [PRÜFEN: genaue Adresse] und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar [PRÜFEN: nächstgelegene U-/S-Bahn-Station und Buslinien]. Eine ausführliche Anfahrtsbeschreibung findest du auf unserer Kontaktseite.

Häufige Fragen zur Metta-Meditation

Muss ich Vorerfahrung mit Meditation haben?

Nein. Der Metta-Übungsabend ist offen für Einsteiger:innen und für Menschen mit langjähriger Praxis. Die Anleitung richtet sich an alle Erfahrungsstufen.

Was bedeutet Metta genau?

Metta ist Pali und wird meist mit „liebende Güte" oder „bedingungslose Liebe" übersetzt: eine wohlwollende, nichts einfordernde Zuwendung zu sich selbst und anderen.

Muss ich Buddhist:in sein, um teilzunehmen?

Nein. Der Übungsabend steht allen offen, unabhängig von religiöser oder weltanschaulicher Zugehörigkeit.

Wann und wie oft findet die Metta-Meditation statt?

Jeden Mittwoch von 18 bis 20 Uhr, wahlweise vor Ort im Lotos-Vihara in Berlin-Mitte oder per Zoom.